Tipps und Tricks zum Gebrauch und Umgang mit Feuerlöschern

Praktischer Umgang mit Feuerlöschern

  1. Eignung des Löschers aufgrund der Brandklassenbeschriftung überprüfen
  2. Löscher erst in der Nähe des Brandherdes in Betrieb setzen
  3. Löscher am Tragegriff festhalten und am Boden stehend nach vorne kippen
  4. Sicherungsstift bzw. Sicherungssteg herausziehen
  5. Bei Löschern mit chemischer Druckerzeugung und Aufladelöschern ggf. Schlagkopf betätigen bzw. Absperrad des Treibgasbehälters öffnen und Aufladezeit abwarten (ca. 10 Sekunden)
  6. Löscher anheben und ggf. Schlauch bzw. Spritzdüse in die noch freie Hand nehmen
  7. Funktionsfähigkeit mit kurzem Probestoß überprüfen
  8. An den Brandherd mit dem Wind vorgehen und durch Bedienen des Betätigungshebels Löschmittel ausstoßen

Einsatztaktik beim Gebrauch von Feuerlöschern

 

Brand mit dem Wind angreifen, von unten in die Glut nicht in die Flammen spritzen, Abstand halten damit die Pulverwolke möglichst den gesamten Brand einhüllt.

 

Flächenbrände von vorn beginnend ablöschen, immer das Brandgut, nicht oben in die Flammen löschen.
   

Tropf- und Fließbränden von oben (Austrittstelle) nach unten (brennende Lache) löschen.

  Ausreichend Feuerlöscher gleichzeitig einsetzen, nicht nacheinander!
  Rückzündung beachten, Brandstelle nicht verlassen, sondern beobachten.
   

Nach Gebrauch den Feuerlöscher nicht wieder an die Wand hängen. Vom Fachmann neu füllen lassen!

 

Eignung von Löschmitteln

Art des brennbaren Stoffes
 
Brennbare feste Stoffe z.B. Holz, Kohle, Stroh, Papier, Textilien usw.
Brennbare flüssige Stoffe z.B. Benzin, Fett, Lack, Öl, Teer, Verdünnung, usw.
Brennbare gasförmige Stoffe Azetylen, Butan, Methan, Propan, Wasserstoff, Erdgas, usw.
Brennbare Metalle Aluminium, Kalium, Lithium, Magnesium, Natrium und deren Verbindungen
 Brandklasse

 

Wasser 

W

 

 

 

 Wasser mit Zusätzen

 

 

 

ABC-Löschpulver 

PG

 

 BC-Löschpulver

P

 

 

 Metallbrandpulver

PM

 

 

 

 Kohlendioxid

K

 

 

Schaum

S

   

 

Grillgefahren

So langsam wird es Sommer und die Grillsaison beginnt. Doch all zu oft geschehen beim Grillen mit Kohle durch Leichtsinn und Unachtsamkeit immer wieder Unfälle. Brände, Verbrennungen und sogar Tote sind keine Seltenheit!

Was sind die Hauptfehler?

  1. Oft wird versucht, das Anheizen mit Spiritus oder Benzin zu beschleunigen. Eine Stichflammenbildung durch explosionsartiges entzünden brennbarer Gase sind die Folge
  2. nicht standfeste und stabile Grillgeräte
  3. ein unsachgemäß aufgestellter Grill, z.B. in der Nähe brennbarer Materialien
  4. Kinder werden vom Feuer magisch angezogen und möchten gerne selbst die Grillkohle anzünden oder gar der "Grillmeister" sein, verkennen aber die Gefahren
  5. durch Wind oder mechanische Luftzufuhr (Fächer oder Föhn) ausgelöster Funkenflug

Wie beugt man diesen Gefahren vor?

  • verwenden Sie keine brennbaren Flüssigkeiten zum Entzünden der Grillkohle. Benutzen Sie hierfür geeignete Grillanzünder wie Trockenspiritus, Anzündriegel , Zündwürfel etc.
  • achten Sie schon beim Kauf eines Grillgerät darauf das dieses stabil erscheint
  • beim Zusammenbau des Grills die Gerätefüsse stabil montieren
  • eine ebene Standfläche wählen
  • das Gerät nicht im Wald, neben leicht brennbaren Materialien wie Schilfmatten, Gartenmöbel mit Sitzpolster oder unter Markisen betreiben
  • Kinder in den Ablauf des Grillen mit einbeziehen, richtig anleiten und sie über die Gefahren aufklären, Erwachsene müssen sie dabei ständig beaufsichtigen

Was tun mit der Restglut?

Das Ablöschen der Glut ist am sichersten. Aber Vorsicht, Grillgeräte aus Eisenguß können durch Wärmespannungen zerstört werden! In diesem Fall sollten Sie die Luftzufuhr durch Abdecken mit einem Grilldeckel oder einem anderen nichtbrennbaren Verschluß unterbinden und die Kohle erkalten lassen. 

Die gelöschte Glut darf nicht in brennbare Behälter gegeben werden. Karton- oder Kunststoffbehälter sind hierfür völlig ungeeignet.

Noch ein Tip Ihrer Feuerwehr 

Nehmen Sie sich zum Grillen genügend Zeit. Die Grillkohle benötigt ca. 20 - 30 min. um genügend Wärme zu produzieren. Erst wenn diese vollständig glüht sollten sie das Grillgut auf das Rost legen. Die Hitze verschließt die Poren im Fleisch und es verliert weniger Fett. Dadurch kommt es weniger zur Flammen- und Rauchbildung und das Fleisch bleibt schön weich.

 

Kennzeichnung von Gefahrstoffen

Um gefährliche Güter in Fahrzeugen auch aus Entfernungen identifizieren zu können müßen an den Längsseiten oder vorn + hinten rechteckige orangene Warntafeln mit der Kennzeichnungsnummer des jeweils transportierten Gefahrgutes angebracht sein.

Gefahrennummer

Stoffnummer

Die Gefahrnummer besteht aus min. 2 Ziffern. Eine Verdoppelung der Ziffer weist auf eine Zunahme der Gefahr hin.

Gefahrziffer 1 Explosionsgefährlich

Gefahrziffer 2 (gasförmige Stoffe)

  • 20 inertes (reaktionsträges) Gas
  • 22 tiefgekühltes Gas
  • 223 tiefgekühltes brennbares Gas
  • 225 tiefgekühltes oxidierendes (brandförderndes) Gas
  • 23 brennbares Gas
  • 236 brennbares Gas, giftig
  • 239 brennbares Gas, das spontan zu einer heftigen Reaktion führen kann
  • 25 oxidierendes (brandförderndes) Gas
  • 26 giftiges Gas
  • 265 giftiges Gas, oxidierend (brandfördernd)
  • 266 sehr giftiges Gas 
  • 268 giftiges Gas, ätzend
  • 286 ätzendes Gas, giftig

Gefahrziffer 3 (flüssige Stoffe)

  • 30 entzündbarer flüssiger Stoff (Flammpunkt von 23° C bis einschl. 61° C oder entzündbarer flüssiger Stoff oder fester Stoff in geschmolzenem Zustand mit Flammpunkt über 61° C, auf oder über seinen Flammpunkt erwärmt oder selbsterhitzungsfähiger flüssiger Stoff
  • 323 entzündbarer flüssiger Stoff, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet
  • X323 entzündbarer flüssiger Stoff, der mit Wasser gefährlich reagiert und entzündbare Gase bildet
  • 33 leicht entzündbarer flüssiger Stoff (Flammpunkt unter 23° C)
  • 333 selbstentzündlicher (pyrophorer) flüssiger Stoff
  • X333 selbstentzündlicher (pyrophorer) flüssiger Stoff, der mit Wasser gefährlich reagiert
  • 336 leicht entzündbarer flüssiger Stoff, giftig
  • 338 leicht entzündbarer flüssiger Stoff, ätzend
  • X338 leicht entzündbarer flüssiger Stoff, ätzend, der mit Wasser gefährlich reagiert
  • 339 leicht entzündbarer flüssiger Stoff, der spontan zu einer heftigen Reaktion führen kann
  • 36 entzündbarer flüssiger Stoff (Flammpunkt von 23° C bis einschl. 61° C), schwach giftig, oder selbsterhitzungsfähiger flüssiger Stoff, giftig
  • 362 entzündbarer flüssiger Stoff, giftig, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet
  • X362 entzündbarer flüssiger Stoff, giftig, der mit Wasser gefährlich reagiert und entzündbare Gase bildet
  • 38 entzündbarer flüssiger Stoff (Flammpunkt von 23° C bis einschl. 61° C ), schwach ätzend, oder selbsterhitzungsfähiger flüssiger Stoff, ätzend
  • 382 entzündbarer flüssiger Stoff, ätzend, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet (Wasser darf nur im Einverständnis mit Sachverständigem verwendet werden)
  • X382 entzündbarer flüssiger Stoff, ätzend, der mit Wasser gefährlich reagiert und entzündbare Gase bildet
  • 39 entzündbarer flüssiger Stoff, der spontan zu einer heftigen Reaktion führen kann

Gefahrziffer 4 (feste Stoffe)

  • 40 entzündbarer oder selbsterhitzungsfähiger fester Stoff 
  • 423 fester Stoff, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet
  • X423 entzündbarer fester Stoff, der mit Wasser gefährlich reagiert und entzündbare Gase bildet´
  • 44 entzündbarer fester Stoff, der sich bei erhöhter Temperatur in geschmolzenem Zustand befindet
  • 446 entzündbarer fester Stoff, giftig, der sich bei erhöhter Temperatur in geschmolzenem Zustand befindet
  • 46 entzündbarer oder selbsterhitzungsfähiger fester Stoff, giftig
  • 462 fester Stoff, giftig, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet
  • 48 entzündbarer oder selbsterhitzungsfähiger fester Stoff, ätzend
  • 482 fester Stoff, ätzend, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet

Gefahrziffer 5 (oxidierende Stoffe)

  • 50 oxidierender (brandfördernder) Stoff
  • 539 entzündbares organisches Peroxid
  • 55 stark oxidierender (brandfördernder) Stoff
  • 556 stark oxidierender (brandfördernder) Stoff, giftig
  • 558 stark oxidierender (brandfördernder) Stoff, ätzend
  • 559 stark oxidierender (brandfördernder) Stoff, der spontan zu einer heftigen Reaktion führen kann
  • 56 oxidierender (brandfördernder) Stoff, giftig
  • 568 oxidierender (brandfördernder) Stoff, giftig, ätzend
  • 58 oxidierender (brandfördernder) Stoff, ätzend
  • 59 oxidierender (brandfördernder) Stoff, der spontan zu einer heftiger Reaktion führen kann

Gefahrziffer 6 (giftige Stoffe)

  • 60 giftiger oder schwach giftiger Stoff
  • 606 ansteckungsgefährlicher Stoff
  • 623 giftiger flüssiger Stoff, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet
  • 63 giftiger Stoff, entzündbar (Flammpunkt von 23° C bis 61° C)
  • 638 giftiger Stoff, entzündbar (Flammpunkt von 23° C bis 61° C), ätzend
  • 639 giftiger Stoff, entzündbar (Flammpunkt von 23° C bis 61° C), der spontan zu einer heftigen Reaktion führen kann
  • 64 giftiger fester Stoff, entzündbar oder selbsterhitzungsfähig
  • 642 giftiger fester Stoff, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet
  • 65 giftiger Stoff, oxidierend (brandfördernd)
  • 66 sehr giftiger Stoff
  • 663 sehr giftiger Stoff, entzündbar (Flammpunkt nicht über 61° C)
  • 664 sehr giftiger fester Stoff, entzündbar oder selbsterhitzungsfähig
  • 665 sehr giftiger Stoff, oxidierend (brandfördernd)
  • 668 sehr giftiger Stoff, ätzend
  • 669 sehr giftiger Stoff, der spontan zu einer heftigen Reaktion führen kann
  • 68 giftiger Stoff, ätzend
  • 69 giftiger oder schwach giftiger Stoff, der spontan zu einer heftigen Reaktion führen kann

Gefahrziffer 7 (radioaktive Stoffe)

  • 70 radioaktiver Stoff
  • 72 radioaktives Gas
  • 723 radioaktives Gas, brennbar
  • 73 radioaktiver Stoff, entzündbar (Flammpunkt nicht über 61° C)
  • 74 radioaktiver fester Stoff, entzündbar
  • 75 radioaktiver Stoff, oxidierend (brandfördernd)
  • 76 radioaktiver Stoff, giftig
  • 78 radioaktiver Stoff, ätzend

Gefahrziffer 8 (ätzende Stoffe)

  • 80 ätzender oder schwach ätzender Stoff
  • X80 ätzender oder schwach ätzender Stoff, der mit Wasser gefährlich reagiert
  • 823 ätzender flüssiger Stoff, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet
  • 83 ätzender oder schwach ätzender Stoff, entzündbar (Flammpunkt von 23° C bis 61° C)
  • X83 ätzender oder schwach ätzender Stoff, entzündbar (Flammpunkt von 23° C bis 61° C), der mit Wasser gefährlich reagiert
  • 836 ätzender oder schwach ätzender Stoff, entzündbar (Flammpunkt von 23° C bis 61° C), giftig
  • 839 ätzender oder schwach ätzender Stoff, entzündbar (Flammpunkt von 23° C bis 61° C), der spontan zu einer heftigen Reaktion führen kann
  • X839 ätzender oder schwach ätzender Stoff, entzündbar (Flammpunkt von 23° C bis 61° C), der spontan zu heftiger Reaktion führen kann und mit Wasser gefährlich reagiert
  • 84 ätzender fester Stoff, entzündbar oder selbsterhitzungsfähig
  • 842 ätzender fester Stoff, der mit Wasser reagiert und entzündbare Gase bildet
  • 85 ätzender oder schwach ätzender Stoff, oxidierend (brandfördernd)
  • 856 ätzender oder schwach ätzender Stoff, oxidierend (brandfördernd) und giftig
  • 86 ätzender oder schwach ätzender Stoff, giftig
  • 88 stark ätzender Stoff
  • X88 stark ätzender Stoff, der mit Wasser gefährlich reagiert
  • 883 stark ätzender Stoff, entzündbar (Flammpunkt von 23° C bis 61° C)
  • 884 stark ätzender fester Stoff, entzündbar oder selbsterhitzungsfähig
  • 885 stark ätzender Stoff, oxidierend (brandfördernd)
  • 886 stark ätzender Stoff, giftig
  • X886 stark ätzender Stoff, giftig, der mit Wasser gefährlich reagiert
  • 89 ätzender oder schwach ätzender Stoff, der spontan zu einer heftigen Reaktion führen kann

Gefahrziffer 9 (sonstige gefährliche Stoffe)

  • 90 umweltgefährdender Stoff oder verschiedene gefährliche Stoffe
  • 99 verschiedene gefährliche Stoffe in erwärmtem Zustand

 

Notruf

Feuerwehr 112 - Polizei 110

Immer wieder werden Notrufe nicht richtig oder nur unvollständig abgesetzt. Dadurch können wichtige, lebensrettende Minuten verloren gehen. 

Bei verunfallten Personen erfolgt die Alarmierung des Rettungsdienstes direkt nach dem Feststellen der Bewusstlosigkeit, bei verunfallten Kindern soll erst eine Minute die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt werden.* 

Damit die Rettungskette zügig in Gang gesetzt werden, kann müssen im Notruf folgende Angaben enthalten sein: 

Wer meldet?

Nennen Sie deutlich Ihren Namen und eine Rückrufnummer für eventuelle Rückfragen.

Wo ist es passiert?

Ortsangabe mit Ort, Stadtteil, Straße und Hausnummer, sowie eine genaue Ortsbeschreibung und Besonderheiten. Je präziser die Ortsangabe ist, um so weniger Zeit verbringen die Einsatzkräfte mit dem Suchen nach dem Einsatzort. Bei Unfällen auf Autobahnen und Straßen sollten Sie immer die Bezeichnung der Straße, Kilometerangabe und Fahrtrichtung angeben, z.B. A23 - Km 45,5 - zwischen Itzehoe Süd und Lägerdorf - Fahrtrichtung Hamburg.

Was ist passiert?

Beschreiben Sie kurz und prägnant dessen was geschehen ist (z.B. Person nicht ansprechbar, Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person, Feuer). Aufgrund einer genauen Beschreibung können gleich die richtigen Rettungsmittel alarmiert werden. Bei Gefahrgutunfällen geben Sie möglichst die Stoffnummer an.

Wie viele Verletzte?

Gibt es Verletzte und wie schwer sind die Verletzungen oder befinden sich Personen noch in Gefahr?

Warten!

Warten Sie auf Fragen oder Anweisungen des Leitstellenmitarbeiter. Häufig werden Angaben nur unvollständig gemacht oder ganz vergessen.

* die so gekennzeichneten Stellen im Text sind Änderungen nach internationalen Richtlinien zur Reanimation. Diese werden auch in der Erste Hilfe Ausbildung ab April 2002 geschult.

 

Rauchmelder

In jedem Jahr sterben ca. 800 Menschen -  Kinder, wie Erwachsene - im Feuer. Die Ursachen des Feuers waren sowohl Leichtsinn, Fahrlässigkeit aber auch ein technischer Defekt. Aber nicht das Feuer sondern der Brandrauch ist das Gefährliche! 

Der Brandrauch füllt nach Brandausbruch die gesamte Wohnung in kürzester Zeit vollständig aus. Das im Brandrauch vorhandene Kohlenmonoxid  wird vom Menschen nicht wahrgenommen, so das Schlafende bewusstlos werden. Der Erstickungstod tritt dann häufig schon ein, bevor die Feuerwehr alarmiert wird!Schützen Sie sich und Ihre Familie durch geeignete optische Rauchmelder. Diese erkennen den Rauch frühzeitig und lösen einen Alarm aus.

Handelsübliche optische Rauchmelder

 

Links sehen Sie den prinzipiellen Aufbau eines optischen Rauchmelders. Eine Lichtquelle sendet in Intervallen Licht in eine Messkammer. Treten Rauchpartikel in die Messkammer ein, wird das Licht reflektiert und trifft dann auf eine Fotodiode. Dadurch wird ein Alarm ausgelöst und mit einem unüberhörbaren Signalton (Piepen) gewarnt. 

So werden Personen rechtzeitig auf den Brand aufmerksam und können nun schnell und situationsbezogen reagieren. 

Schließen Sie die Tür von dem Raum in dem es brennt, bringen Sie ihre Familie in Sicherheit, alarmieren Sie die Feuerwehr unter 112 und warnen Sie Mitbewohner. Wenn möglich, bekämpfen Sie den Entstehungsbrand.

Wo werden Rauchmelder sinnvoll angebracht? 

Um einen minimalen Schutz zu bekommen sollten sie den Rauchmelder im Flur anbringen. Im Bereich von Wohn- und Schlafraum kann der Rauch frühzeitig erkannt werden und schlafende Personen werden durch den Signalton geweckt. In mehrstöckigen Häusern empfehlen wir mindestens auf jeder Etage einen Rauchmelder anzubringen, vor allem oben im Treppenraum.

Einen optimalen Schutz bekommen Sie, wenn in den Fluren , jedem Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer mittig des Raum ein Rauchmelder installiert ist. Auch der Keller und Dachboden darf nicht vergessen werden. Geräte welche zusammengeschaltet werden können erhöhen den Schutz zusätzlich. Löst nun ein Melder aus ertönt aus allen Melder der Warnton.

Rauchmelder erhalten Sie im Fachhandel, Baumärkten und beim Deutschen Feuerwehrversand.

Achten Sie beim Kauf auf folgende Dinge:

  1. Kaufen Sie ausschließlich optische Rauchmelder
  2. Nur geprüfte Geräte bieten einen zuverlässigen und ausreichenden Schutz (GS-geprüfte Sicherheit) 
  3. Achten sie beim Kauf auf das CE-Zeichen 
  4. Bateriebetriebene Rauchmelder bleiben auch bei Stromausfall funktionstüchtig. Eine entladene Batterie wird akustisch angezeigt
  5. Testen Sie Ihre Geräte in regelmäßigen Abständen mit dem eingebauten Testknopf

 

Richtiges Verhalten im Brandfall

Grundsätzlich gilt: Ruhe bewahren! ... schnell und überlegt handeln!

Wer nun hektisch wird  und und in Panik gerät gefährdet sich und andere. Es kommt zu Fehlhandlungen die schon oft mit dem Leben bezahlt wurden. Handeln Sie ruhig und besonnen. Denn Angst überträgt sich auf Andere!

Die erste Massnahme nach erkennen eines Brandes:

  • SCHLIESSEN SIE TÜREN UND FENSTER!! Durch wird eine Ausbreitung des Brandrauchs verhindert und die Zufuhr von Sauerstoff für das Feuer unterbunden.
  • Verqualmte Rettungswege dürfen nicht benutzt werden. Es besteht die Gefahr einer Rauchvergiftung.
  • Bleiben Sie in der Wohnung! Halten Sie die Tür geschlossen! Die Tür kann mit feuchten Tüchern und Decken zusätzlich abgedichtet werden.
  • Am Fenster oder auf dem Balkon bemerkbar machen! Hier werden Sie auch von der Feuerwehr gerettet.
  • Niemals aus dem Fenster springen! Ausser die Feuerwehr hat ein Sprungpolster aufgebaut. Dann erst springen wenn Sie dazu aufgefordert werden.
  • Müssen Sie aus einem verqualmten Raum verlassen, dann bewegen sie sich unten auf dem Boden voran. Hier ist die Sicht besser und meist noch atembare Luft. Ausserdem ist die Temperatur nicht so hoch.
  • Zur besseren Orientierung an der Wand entlang tasten. So irrt man nicht im Kreis herum und findet leichter die Tür.
  • Nach dem verlassen des Raumes schliessen sie sofort die Tür. Somit wird die Rauchausbreitung verhindert, der Rettungsweg bleibt passierbar und die Brandausbreitung wird verlangsamt.
  • Niemals einen Aufzug benutzen! Aufzüge können durch Stromausfall stecken bleiben. Hält dieser in einem verqualmten Raum, so unterbricht der Rauch den Lichtstrahl der Lichtschranke und die Türen schliessen nicht mehr. Dadurch wir der Aufzug zur Todesfalle!

Notruf

Nachdem Sie sich in Sicherheit gebracht haben verständigen sie unverzüglich die Feuerwehr. Sprechen Sie langsam und deutlich.

Menschenrettung

Informieren Sie alle weiteren Hausbewohner über den Brand, besonders die, welche vom Brand unmittelbar betroffen sind. Helfen Sie Verletzten, älteren und gehbehinderten Personen beim Verlassen des Gebäudes. Benutzen Sie keine verqualmten Treppenräume sowie Aufzüge!

Brandbekämpfung 

Eine Brandbekämpfung in der Entstehungsphase kann mit sehr wenig Wasser erfolgreich sein. Nach einer Minute benötigen sie schon einen Eimer voll Wasser, wenn dann nach 8-10 Minuten die Feuerwehr eintrifft, schon mehr als 100 Liter.

Die Brandbekämpfung soll aber nur durchgeführt werden, wenn das eigene Leben nicht gefährdet wird. Benutzen Sie auch Feuerlöscher zur Brandbekämpfung. Gehen Sie in gebückter Haltung vor. Rückzug freihalten. Vorsicht beim Öffnen von Türen! Dabei bekommt das Feuer schlagartig Sauerstoff und es kann zur Stichflammenbildung (Flash Over) kommen. Bleiben Sie ein Augenblick im Schutz der Tür. Hat der Löschversuch kein Erfolg, so schliessen sie sofort wieder die Tür.

Einweisen der Rettungskräfte 

Es erspart eine menge Zeit, wenn die Rettungskräfte an der Strasse erwartet und eingewiesen werden.

Noch ein Tip Ihrer Feuerwehr

Parkende Fahrzeuge machen eine Anfahrt zum Einsatzort teilweise unmöglich. Achten Sie beim Abstellen Ihres Fahrzeugs in eigenem Interesse darauf, das auch die Löschfahrzeuge und Drehleitern, welche mehr Platz benötigen, ungehindert passieren können. Damit Sie sich auch in fremden Gebäuden, wie Hotel, Kino, Disco und ähnlichen Veranstaltungsorten, schnell zurecht finden, verschaffen Sie sich einen Überblick über Notausgänge und Rettungswege, damit Ihnen keine wertvolle Zeit verloren geht.  Brand mit dem Wind angreifen, von unten in die Glut nicht in die Flammen spritzen, Abstand halten damit die Pulverwolke möglichst den gesamten Brand einhüllt.

Helden gesucht!
Gemeinde Neumark Vogtland
Bürger-Infos